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Viele Breckerfelder trauern um Siegfried Schilling.

Breckerfeld Viele Breckerfelder trauern um Siegfried Schilling (Jahrgang 1928). Mit seinem Tod in der letzten Woche verlor die Hansestadt einen Mann, der über viele Jahrzehnte das kulturelle Leben der Hansestadt mit prägte.
Siegfried Schilling blieb Zeit seines Lebens seiner Heimatstadt treu. Er wuchs in einer Zeit auf, als in vielen Familien der Hansestadt täglich Plattdeutsch gesprochen wurde. In der Hansestadt ging er zur Schule. Wie viele junge Männer der Hansestadt wurde er Mitglied des „Junggesellen Schützenvereins.“ Sein Arbeitsleben verbrachte er bei der Firma Kuhbier in Dahlerbrück. Als 16-Jähriger erlebte er das Ende des 2. Weltkrieges. Als Zeitzeuge stellte er sich dem Chronisten im April 2015 zur Verfügung. Er berichtete 70 Jahre nach Kriegsende für einen Zeitungsbericht: „Wir wohnten damals am Ortsausgang der Stadt in Richtung Halver in der Frankfurter Straße 11: Vier Bomben fielen am 12. April 1945  zum Glück in das unserem Haus gegenüberliegende Wäldchen.“ Verletzte habe es nicht gegeben, durch die Druckwelle habe  das Haus allerdings sein Dach verloren. Erst im Jahr 2003 erfuhr er, dass damals eigentlich 5 Bomben herunterkamen. Die 5. Bombe, ein Blindgänger, wurde 2003 beim Bau des Kreisverkehrs „Vor dem Tore“ gefunden und entschärft.
Siegfried Schilling wurde wie viele junge Männer der Hansestadt Mitglied des „Breckerfelder Junggesellen Schützenvereins von 1396 e.V.“. Im Jahr 1958 errang er die Königswürde beim Traditionsschützenverein. Zu Königin erwählte er Christel Böcker aus Ehrinhausen. Seit 1948 war Mitglied des „Eintracht Breckerfeld“. Er sang im 1. Bass und stellte sich dem Verein von 1959 bis 1974 als 1. Vorsitzender zur Verfügung. Im Festbuch zum 100. Jubiläum im Jahr 1988 heißt es über ihn: „Siegfried Schilling übernahm als junger Mann mit 31 Jahren den Vorsitz. Er leitete und prägte aus menschlicher und musikalischer Sicht den neuen MGV Eintracht Breckerfeld unter Mitwirkung aller Sänger.“ Bis zum Jahresende 2018 waren die Jahreskonzerte und die Auftritte des MGV Eintracht bei Veranstaltungen der Stadt und während des Weihnachtsmarktes prägender Teil der städtischen Kulturprogramme.
Freunden der Plattdeutschen Sprache bereitete er über Jahrzehnte gemeinsam mit Herbert Mähler, Siegfried Wagner. Hans-Werner Engstfeld , Waltraud Holthaus, Resi Bühren und Christel Zacharias, die bei einigen Szenen die „vornehme, hochdeutsch sprechende Dame“ spielte,  beim „Plattdeuschen Abend“ im Martin-Luther Haus viele schöne Stunden mit hintergründigem Humor. Seiner Heimatstadt Breckerfeld stellte er sich fast 2 Jahrzehnte als Schiedsman zur Verfügung.
Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am kommenden Donnerstag, 31. Januar 2019 um 13.30 Uhr in der Friedhofskapelle Breckerfeld statt.
(OE)