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In der Nacht vom 21. auf den 22. April 1727 vernichtete der größte Stadtbrand in der Geschichte der Hansestadt Breckerfeld fast die gesamte historische Altstadt. Daran erinnert der Stadtmarketingverein am kommenden Ostersonntag in der Zeit von 19.00 bis 23.00 Uhr in dem kleinen „Park“ zwischen den historischen Stadtmauern an der „Stippstihe“ durch eine Illumination…

Breckerfeld Im Jahr 1727 blies der Nachtwächter Breckerfelds in der Nacht vom 21. auf den 22. April in sein Feuerhorn: Breckerfelds Geschichtsschreiber Anton Meier berichtet: „In der Nacht vom 21. auf den 22. April 1727 zwischen 11 und 12 Uhr entstand eine furchtbare  Feuersbrunst, durch welche „alle Wohnhäuser zu grunde biß zu allen dreien thoren hin aus verbrand und eingeäschert worden“ wie eine Aufzeichnung der Bäckergilde meldet.“

Anton Meier führt weiterhin Fakten zum Brand durch Zitate aus einem Erlass des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. vom 28. September 1728 an, durch den eine Kollekte für die Stadt bewilligt wird, „da neben vielem Hausgerät und Vieh 197 Wohnhäuser, Turm und Dach der lutherischen Kirche (heute ev. Jakobuskirche), der reformierten Kirche (heute kath. Jakobuskirche), das Rathaus und die Schule nierderbrannten.“ Auch 7 Bürgerinnen und Bürger kamen in den Flammen zu Tode. Der Erlass führt weiterhin an: „Es war ein erbärmliches Spectakel, als aus dem ersten Schlafe Erwachende sehen mußten, wie die grimmige Flamme alles wegfraß und hören, wie das hin und wieder laufende Vieh gräßlich blökte und des Jammers unsäglich mehr war.“
Durch die Kollekte (Sammlung) in allen Regionen des Königreichs Preußen, zu dem Breckerfeld damals gehörte, wurden Deputierte (Abgesandte) aus Breckerfeld damals berechtigt, Gelder einzusammeln. Der König befahl, den mit Vollmachten ausgestatteten Deputierten“ alle Hülfe zu leisten“. Der König selbst gab „eine erkleckliche Beysteuer“. Am  16. Februar 1729 erfuhr der vorstehende Erlaß eine Wiederholung.

Zwei Jahre nach dem 290. Jahrestag des damaligen Stadtbrandes erinnert der Stadtmarketingverein in diesem Jahr durch eine „Illumination“ am kommenden Ostersonntag, 21. April 2019, an das damalige schreckliche Ereignis. Interessierte treffen sich dazu in dem kleinen Park zwischen den Stadtmauern am Platz „Stippstihe“. Einige Zeit nach Sonnenuntergang ( 20.36 Uhr) werden Illuminationen, mit Mitteln heutiger Technik auf der Stadtmauer sichtbar gemacht, an den Brand von 1727 erinnern.

Übrigens:
1. Das Ausmaß des Brandes ist in einem  Plan von Joh. Michel Moser im Jahr 1727 im Auftrag der damaligen preußischen Regierung in Berlin festgehalten worden. Er ist im „Breckerfelder Geschichtsatlas“, herausgegeben vom heutigen Heimatforscher Klaus Albert Höller im Jahr 2009,  ebenso enthalten wie der danach erfolgte Wiederaufbau der Innenstadt. Der Geschichtsatlas dokumentiert den Wiederaufbau durch  den Abdruck des „neuen“ Stadtplanes der historichen Altstadt auf der Grundlage des Breckerfelder Urkatasters von 1826.
2. Im Jahr 1727 wurde Ostern am 13. und 14. April gefeiert. Der große Brand ereignete sich also in der Nacht vom Montag auf Dienstag der damals folgenden Woche.

(OE)