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Die Biotonne sorgt in der Hansestadt Breckerfeld seit Jahrzehnten für moderate Müllgebühren. Dazu leistet sie einen Beitrag zum Klimaschutz durch CO2 – Einsparung.

Breckerfeld In Breckerfeld gibt es wie in allen 9 Städten des Ennepe-Ruhr-Kreises die Getrenntsammlung von Bio- und Restmüll flächendeckend für alle Haushalte. Die Städte organisieren und finanzieren die Einsammlung der Bio- und Restmülltonnen. Der Ennepe-Ruhr-Kreis ist für die Verwertung und umweltgerechte Beseitigung der unvermeidbaren Reststoffe und deren Finanzierung zuständig. Der Ennepe-Ruhr-Kreis hat in den letzten 25 Jahren sein Abfallwirtschaftsprogramm stets fortgeschrieben mit dem Ziel, die Verwertungsquote von Wirtschaftsgütern aus den Hausabfällen zu optimieren. Erfolgreiche Beispiele dabei  sind die Glas- und Papiercontainer, die Biotonne und die Sammlungen von Sperrmüll, Elekro- und Elektronikgeräten, Schrott und von Giftmüll.

Am Beispiel der Biotonne wird der über Jahre erzielte Optimierungseffekt besonders deutlich: In den Anfängen wurde der Inhalt aus den Bio-Tonnen kompostiert. Der Kompost konnte verkauft werden. Der erlöste Betrag entlastete am Ende in geringer Höhe die Müllgebühr der Haushalte. Bei der Fortschreibung seines Abfallwirtschaftsprogramms setzte der Ennepe-Ruhr-Kreis nach intensiven Vorgesprächen Anfang des laufenden Jahrzehnts voll auf die energetische Nutzung des Bioabfalls seiner Einwohner durch eine „Biomüll-Vergärungsanlage“.  Sie ging im Jahr 2013 in Witten an den Start. Betrieben wird sie wirtschaftlich von der Firma AHE, die zu je 50 % von der heimischen AVU und der Firma  Remondis getragen wird.

„Breckerfeld gefällt“ holte sich im Schwelmer Kreishaus die aktuell neuesten Zahlen für die  Hansestadt Breckerfeld aus der Abrechnung für das Jahr 2018 des EN-Kreises mit seinen Städten. Danach wurden in Breckerfeld 1279 Tonnen Restmüll und 813 Tonnen Biomüll von der Stadt eingesammelt. Frau Elisabeth Henne, Fachfrau des Kreises für alle Fragen der Abfallwirtschaft: „Für die Restmüllentsorgung (Verbrennung) stellten wir der Stadt 223 839 € in Rechnung, für die Biomüllvergärung 83 839 €.“ Frau Henne wies daraufhin, dass ohne die energetische Nutzung der Inhalt der Biotonnen bei seiner Verbrennung Kosten von 142 446 € verursacht hätte: „Die Ersparnis bei der Vergärung betrug  58 907 €. Bei rd. 9000 Einwohnern der Hansestadt bedeutet dies rd. 6,40 € pro Einwohner, bei einer 4-köpfigen Familie also 25,60 €.“

Elisabeth Henne wies abschließend darauf hin, dass durch die Biotonne ein erheblicher Beitrag zum Klimaschutz im gesamten EN-Kreis geleistet wird: „Aus der „Bioabfall-Vergärungsanlage“ werden Tag für Tag rund 2 500 Haushalte mit elektrischer Energie versorgt. Wir sparen dadurch CO2 aus fossilen Brennstoffen ein und dienen dadurch dem Klimaschutz.“ Im übrigen weist sie darauf hin, dass der Kreis sich durch laufende Beratung darum bemüht, die Bürger zu bewegen weniger Biomüll in die Restmülltonne zu werfen. So ganz nebenbei weist sie darauf hin, dass allein durch die Getrenntsammlung von Altpapier die Müllgebühren im Kreisgebiet durch den Papierverkauf mit sehr hohen Beträgen – oft in Millionenhöhe – entlastet wird.

(OE)