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Der Breitbandausbau kann im Ennepe-Ruhr-Kreis an den Start gehen. UlrichSchilling, Breitbandbeauftragter des Ennepe-Ruhr-Kreises im Haupt-und Finanzausschuss der Hansestadt: „Der Bewilligungsbescheid über die Förderung durch den Bund und das Ergebnis der Ausschreibung liegen jetzt endlich vor

Breckerfeld Im Haupt- und Finanzausschuss stand der Beratungspunkt „Aktueller Stand des Breitbandausbaus im Ennepe-Ruhr- Kreis“ ganz vorn auf der Tagesordnung. Bürgermeister André Dahlhaus begrüßte dazu den Breitbandbeauftragten des EN-Kreises Ulrich Schilling. Der kündigte gleich in seinem ersten Satz an: „Endlich kann der Start des Breitbandausbaus im Ennepe-Ruhr-Kreis starten. Der Bewilligungsbescheid über die Förderung des Bundes liegt seit kurzer Zeit ebenso vor wie das Ergebnis der Ausschreibung für die Trägerschaft.“ In Kürze werde der Landrat den Auftrag zum Breitbandausbau an die Telekom erteilen. Sobald die Ausbaupläne der Telekom vorliegen, werde man die Städte über Einzelheiten des Ausbaus informieren. Fest stehe schon jetzt: Die eigentlichen Arbeiten werden im Nordkreis 1920 beginnen. Die gesamten Arbeiten im Kreis sollen  innerhalb von 3 Jahren abgeschlossen sein. Der Ausbau in Breckerfeld wird somit gegen Ende der Zeitspanne erfolgen.

In Kurzform machte Ulrich Schilling Angaben zur Art des Ausbaus: Der Ausbau des schnellen Internets erfolgt nach neuestem Stand der Technik. Für Breckerfeld strebe man am Ende eine Versorgung mit 87,92 % an. In Teilbereichen könne auch Glasfaser bis zu den Hausanschlüssen verlegt werden. Die Quote im Kreisgebiet liege bei 50,6 %, in Breckerfeld könne sie ggf. höher liegen. Da in Breckerfeld bereits leistungsstarke Leitungen anderer Träger verlegt sind, hoffe man den Anteil von Glasfaseranschlüssen auf über 50,6 % steigern zu können. Im Gewerbegebiet werde man alle Betriebe damit versorgen. Leider gebe es bedingt durch die große Fläche der Hansestadt etwa für 327 Anschlüsse (abgelegene Einzelhäuser und kleine Ortschaften) keine Anschlussmöglichkeit per Kabel in diesem Förderaufruf. Es solle aber ein neuer Förderantrag auch für diese Gebiete gestellt werden.  Auf Nachfrage aus dem Ausschuss wies Berater Schilling darauf hin, dass es für sie je nach Lage Lösungen über Funk geben kann.

Für Breckerfeld hatte Ulrich Schilling allerdings  auch eine schlechte Nachricht: „Nach heutigem Stand wird der städtische Anteil am Breitbandausbau in Breckerfeld auf rd. 209 000 Euro steigen. „Steigende Kosten werde es auch für die Stadt Gevelsberg geben. Weil Breckerfeld und Gevelsberg ausgeglichene Haushalte haben, muss der Kreis die Eigenanteile der Städte Hattingen, Witten, Wetter, Herdecke, Sprockhövel, Schwelm und Ennepetal übernehmen, die sich alle in der Haushaltssicherung befinden. Bisher ging man  in Breckerfeld von einem Eigenanteil über 130 000 € aus. Abschließend machen  Bürgermeister Dahlhaus und  Breitbandbeauftragter Schilling deutlich, dass die lange Zeitdauer zwischen der Antragstellung  und der  Bewilligung der Fördermittel allein durch das komplizierte Genehmigungsverfahren und Verzögerungen zwischen beteiligten Behörden bis nach Berlin verursacht wurde. Der Kreis und seine Städte hätten die Anträge zügig und schnell nach Antragsbeginn vorgelegt.

(OE)