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Drückjagd: Wildschweine, Mufflons und Rehe im Visier

(pen). 36 Rehe, 19 Mufflons, 13 Wildschweine und 5 Füchse – diese Zahlen erlegter Tiere werten die Organisatoren der revierübergreifenden Drückjagd in Breckerfeld, Ennepetal, Schwelm sowie im angrenzenden Radevormwald aus verschiedenen Gründen als Erfolg.
 
Im Fokus der rund 170 beteiligten Jäger, die mit Treibern und Hunden rund 25 Reviere streiften, standen vor allem das Muffel-, Reh- und Schwarzwild. Milde Winter, mehr als genug Nahrung und Sichtschutz in den vielen Maisfeldern der Region – die Lage für die Wildschweine könnte wirklich schlechter sein. Folge: In den letzten Jahren ist ihre Zahl immer weiter gestiegen. Dies auch, weil viele der weiblichen Wildschweine, genannt Bachen, inzwischen ein zweites Mal im Jahr Nachwuchs bekommen und die Tiere keine natürlichen Feinde fürchten müssen.
 
Kehrseite der Überpopulation, die mit der Drückjagd verringert werden konnte: Beschwerden von Landwirten und Gartenbesitzern, deren Grundstücke von Wildschweinrotten heimgesucht und innerhalb kürzester Zeit umgepflügt werden. Schwarzwild darf in Nordrhein-Westfalen daher inzwischen mit Ausnahme führender Bachen das ganze Jahr bejagt werden.
 
Während Wildschweine hier heimisch sind, gilt für Mufflons: Sie gab es nicht immer im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis, sie wurden hier ausgesetzt. Da sie sich stark vermehrten, gelten auch sie längst als Problem. Wo sie auftauchen, sind Schälschäden an Bäumen und abgegraste Grünflächen die Folge. Da die Tiere Gefahren früh erkennen, sind sie schwer zu bejagen.
 
Als Gründe für die verstärkte Jagd auf Rehwild in einigen Revieren nennen die Verantwortlichen Trockenheit, Stürme und den Borkenkäfer. Dieses Trio von Naturereignissen setzt den Wäldern arg zu. Entstanden sind viele Freiflächen, die mit sich für Mischwälder mit klimatoleranten Baumarten wie Traubeneiche oder Douglasie eignen. Gerade diese sind aber beim Rehwild sehr beliebt, ein zu hoher Bestand kann die Bemühungen der Waldbesitzer um zukünftige Wälder folglich gefährden.
 
Zum Erfolg der Jagd haben auch die Bürger beigetragen. Sie haben die Hinweise beachtet und die Wälder während der genannten Zeiten gemieden.
 
Stichwort Drückjagd
 
Möglich machen diese Form der Jagd die Treiber und Hundeführer. Um das Wild aufzuscheuchen, gehen die Treiber zusammen mit den speziell ausgebildeten Hunden koordiniert und abgestimmt vor. Um die Hunde bei ihrer Arbeit im Blick zu behalten, sind sie mit Navigationsgeräten und Glocken ausgestattet. Die Sichtbarkeit von Treibern und Hunden stellen leuchtende Westen sicher.
 
Pressekontakt: Lisa Radtke
Kontaktdaten:
Ennepe-Ruhr-Kreis, Pressestelle, Ingo Niemann (V.i.S.d.P.), Franziska Horsch, Lisa Radtke, Hauptstr. 92, 58332 Schwelm
Telefon: 02336/93 2062, 02336/93 2064, 02336/93 2063
Mail: pressestelle@en-kreis.de, Internet: www.en-kreis.de