Schalksmühle/Halver/Breckerfeld
Volontär im Selbstversuch bei der „Eisbrecker-Challenge“
Von Paul Hösterey, 4.1.2026
„Kommt von nirgendwo ein Freiwilliger mehr, hält halt der jüngste Volo her“: Unter diesem Motto schickte die LokalDirekt-Redaktion Volontär Paul Hösterey zur 1. Eisbrecker-Challenge in die frostige Glörtalsperre.
Beim Anbaden in der Glörtalsperre, zu dem das Stadtmarketing Breckerfeld am Samstag, 3. Januar, angerufen hatte, trafen sich rund 150 „Eisbrecker“, um zusammen in das nur vier Grad kalte Wasser der Talsperre zu hüpfen. Darunter auch ein Teammitglied von LokalDirekt: Der jüngste Volontär, Paul Hösterey, machte es sich zur Aufgabe, ein „#Glörbezwinger“ zu werden. Nachfolgend beschreibt er seine Erfahrungen.
Super Stimmung unter den „Verrückten“
Die Stimmung vor Ort war von Anfang an super. Viele mir bekannte Gesichter aus Schalksmühle, Breckerfeld und Umgebung, machten sich bereit, die Glör zu bezwingen oder die “Verrückten“, wie der Stadtmarketing-Vorsitzende Arthur Badura die Badegäste nannte, anzufeuern. Aufgrund des unerwartet großen Andrangs, verzögerte sich der Startschuss jedoch um eine viertel Stunde, das befeuerte die Entschlossenheit der Badegäste aber umso mehr: Obwohl die Veranstalter ein grobes Zeitlimit von einer Stunde für das Anbaden festlegten, konnten es die meisten gar nicht abwarten und gingen sofort ins Wasser. So auch mein Freund Phil Rettig und ich.

Ruhe bewahren und durchatmen
Vor dem Erreichen des Wassers waren unsere Füße von dem mit Schnee bedeckten Boden ziemlich taub. Vielleicht war das auch der Grund, weshalb die Glör im ersten Moment garnicht so kalt wirkte. Als uns das Wasser dann jedoch bis unter das Kinn stieg, wurde schnell klar: Ruhe bewahren und durchatmen. Nach etwa einer Minute war es geschafft, wir „tauchten“ wieder auf und machten uns fix auf den Weg hinaus aus dem Wasser.
„Wie neugeboren“
Wieder an Land fühlte man sich wie neu geboren. Von allen Seiten wurde uns gratuliert. Die Kälte wurde da auf einmal ganz nebensächlich. Dann hieß es aber Sachen packen, Medaille abholen und schnell noch ein „Bezwingerfoto“ am Selfiepoint schießen.
Beim Umziehen in und auch vor den vollen Kabinen merkten wir jedoch wieder, dass die Kälte nicht ohne war. Vor allem die Füße waren kaum noch zu spüren und mussten schnell in Socken und dicke Schuhe eingepackt werden. Nach einer Bratwurst und einem Glühwein mit Freunden, die zum Anfeuern gekommen waren, hatten wir die Wehwehchen jedoch schnell wieder vergessen. Die eiskalte Erfahrung allerdings werden wir sicherlich noch lange in Erinnerung behalten.
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