Brandanschlag setzt Blitzanhänger außer Gefecht
Nach einem Brandanschlag auf einen Anhänger, der an wechselnden Orten eingesetzt wird, um Geschwindigkeitsverstöße festzustellen und zu ahnden, macht die Kreisverwaltung Folgendes deutlich: Sachbeschädigungen oder Anschläge auf diese Geräte sind nicht nur strafbar, sondern auch sinnlos. Die Technik ist umfassend gesichert, Daten gehen nicht verloren und die Anlagen sind schnell wieder einsatzbereit.
„Die Technik des Anhängers überträgt die aufgenommenen Bilder in Echtzeit auf gesicherte Server der Verwaltung. Der Versuch, Bild- oder Messdaten durch Vandalismus zu zerstören, ist daher zur Erfolglosigkeit verurteilt“, heißt es aus dem Schwelmer Kreishaus. Wer also glaube, durch Beschädigungen Beweismaterial vernichten zu können, irre.
Grundsätzlich sind die Geräte – der Ennepe-Ruhr-Kreis hat zwei im Einsatz – mehrfach gegen Sabotage und Angriffe geschützt. Sie verfügen unter anderem über mechanische Sicherungen an Türen und Anhängedeichsel, kugelsicheres Glas, Vandalismussensoren sowie eine automatische Feuerlöschanlage, die im Brandfall selbstständig reagiert.
Die Kreisverwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass jeder Fall von Vandalismus gegen ihr und damit gegen öffentliches Eigentum angezeigt wird. Neben strafrechtlichen Konsequenzen kommen auch zivilrechtliche Forderungen für entstandene Schäden in Betracht. Ziel müsse es sein, die Folgekosten der Anschläge der Allgemeinheit zu ersparen und den Tätern in Rechnung zu stellen.
Details zum Anschlag vom Sonntag gegen 3.30 Uhr am Standort Breckerfelder Straße in Ennepetal – Schadensumfang, Schadenshöhe, Schadenshergang – kann die Kreisverwaltung noch nicht liefern, unklar ist auch noch, wie lange der beschädigte Anhänger ausfallen wird. Zur Reparatur befindet er sich inzwischen aber bereits bei der Herstellerfirma. Klar ist: Je schneller er wieder im Einsatz ist, desto besser für die Verkehrssicherheit.
Denn: Geschwindigkeitsverstöße sind keine Kleinigkeit – insbesondere für schwächere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer sind zu schnell fahrende Fahrzeuge ein großes Risiko. Eine deutlich höhere Unfallgefahr besteht schon ab nur wenigen zu schnell gefahrenen Stundenkilometern – dramatische Nebenwirkungen für alle Beteiligten inklusive.
Wer Hinweise zum Brandanschlag geben kann, wendet sich bitte an die ermittelnde Kriminalpolizei, Tel.: 02333/9166 2100.
Stichwort Geschwindigkeitsmessungen
Der Ennepe-Ruhr-Kreis verfügt neben den beiden Blitzanhängern über drei Messfahrzeuge. Für die Auswahl der Einsatzorte gilt: Sie erfolgt auch und insbesondere mit Blick auf Hinweise aus der Bevölkerung. Das Konzept kommt an, es gibt dazu zahlreiche positive Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern.
Ihre Beobachtung: Der Verkehr habe sich spürbar und erkennbar entschleunigt und bewege sich mehr in erlaubten Bereichen. Am intensivsten ließe sich dieser Effekt bei den Blitzanhängern beobachten. Anders als die mobilen Messfahrzeuge sind sie auch nachts und an Wochenenden und damit quasi rund um die Uhr im Einsatz.
Neben der Kreisverwaltung führt auch die Kreispolizeibehörde Geschwindigkeitsmessungen durch. Beide sind für Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel und Wetter zuständig. Die Stadt Witten führt eigene Messungen durch und zählt zum Bereich des Polizeipräsidiums Bochum.
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