Bürgersprechstunde zum geförderten Glasfaser-Ausbau
Von der Redaktion, 31.3.2026

Mit einem symbolischen Spatenstich hat im Ennepe-Ruhr-Kreis der geförderte Glasfaserausbau begonnen. Ziel ist es, sogenannte „hellgraue Flecken“ zu beseitigen — jene Gebiete, in denen zwar Internet vorhanden ist, die Geschwindigkeit oder Netzstabilität aber nicht mehr heutigen Standard entspricht. Auch viele Haushalte in Breckerfeld könnten dadurch künftig deutlich schnelleres Internet bekommen.
418 Adressen in Breckerfeld betroffen
Im gesamten Kreis gelten aktuell 4786 Adressen — nicht Haushalte — als unterversorgt. In Breckerfeld betrifft dies nach Angaben der Kreisverwaltung 418 Adressen. Gerade dort soll der geförderte Glasfaserausbau für spürbar schnelleres und stabileres Internet sorgen, sodass Anwendungen wie Videokonferenzen oder Streaming künftig problemlos funktionieren.
Fördergelder machen Ausbau möglich
Weil sich der eigenwirtschaftliche Ausbau für private Unternehmen in diesen Gebieten oft nicht lohnt, hat der Kreis Fördermittel aus dem Programm „Hellgraue Flecken“ beantragt. Der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen stellen insgesamt rund 50 Millionen Euro bereit, damit der Glasfaserausbau auch in weniger attraktiven Regionen umgesetzt werden kann.
„Mehr Lebensqualität durch schnelles Internet“
Gemeinsam mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Kreiskommunen sowie weiteren Projektbeteiligten gab Landrat Jan-Christoph Schaberick kürzlich beim symbolischen Spatenstich den offiziellen Startschuss für die Bauphasen: „Absehbar ist mit diesen ein spürbarer Gewinn an Lebens-, Arbeits- und Freizeitqualität verbunden, digitale Teilhabe wird noch flächendeckender werden.“ Homeoffice, digitale Bildung und moderne Freizeitangebote würden gleichermaßen von stabilen und schnellen Verbindungen profitieren.

Wichtige Frist für Interessierte
Verlegt werden die Glasfaserleitungen im Bereich der „hellgrauen Flecken“ durch das Unternehmen Muenet, das eine europaweite Ausschreibung für sich entscheiden konnte. Haushalte in den betroffenen Gebieten sollen in Kürze entsprechende Informationen per Post erhalten. Wer einen Anschluss möchte, muss bis spätestens 23. April auf das Schreiben reagieren. Danach ist ein Anschluss zwar noch möglich, muss aber selbst organisiert und bezahlt werden.
Freie Anbieterwahl bleibt bestehen
In diesem Zusammenhang betont die Kreisverwaltung, dass die Haushalte auch nach dem Ausbau ihren Internetanbieter frei wählen können: Da es sich um einen geförderten Ausbau handelt, stünden die Glasfaserleitungen als sogenannte Open Access-Lösung allen Telekommunikationsanbietern offen, die dort ihre Dienste anbieten möchten.
Bürgersprechstunde im Rathaus
Für Interessierte, die weitere Informationen zum Glasfaserausbau durch Muenet wünschen, findet am Donnerstag, 9. April, sowie am Donnerstag, 23. April, jeweils von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr im Bürgerzimmer des Rathauses der Stadt Breckerfeld, Frankfurter Straße 38, eine Bürgersprechstunde statt.





