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Von Notruf bis Krisenbewältigung: Bevölkerungsschutz zieht Bilanz

Notrufe entgegennehmen, Einsätze koordinieren, Menschen retten, Krisen bewältigen und gleichzeitig Strukturen für zukünftige Herausforderungen weiterentwickeln: Der Bevölkerungsschutz im Ennepe-Ruhr-Kreis hat auch 2025 ein breites Aufgabenspektrum abgedeckt, schwarz auf weiß und bunt bebildert nachzulesen im entsprechenden Jahresbericht.
  „Er zeigt, wie eng Leitstelle, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und vorbeugender Brandschutz ineinandergreifen. Gleichzeitig wird an vielen Stellen auch deutlich, wie eng Kreis und Städte im Interesse der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zusammenarbeiten“, bewertet Landrat Jan-Christoph Schaberick die Premiere des Berichtes als Erfolg. Deutlich werde zudem, wie engagiert alle Beteiligten täglich für die Sicherheit im Kreis im Einsatz seien.
 
Eine Herzkammer hierfür ist die Leitstelle für die Feuerwehren und den Rettungsdienst in der siebten Etage des Schwelmer Kreishauses. Die dort eingesetzten Disponenten nahmen 2025 rund 187.000 Anrufe entgegen und koordinierten anschließend fast 82.000 Einsätze in Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel, Wetter/Ruhr und Witten. Neben den „klassischen“ Notfällen für Feuerwehren und Rettungsdienst zählten dazu auch Krankentransporte und technische Hilfeleistungen.
 
Mit dem Umsetzen des neuen Rettungsdienstbedarfsplans hat der Ennepe-Ruhr-Kreis im letzten Jahr seine Notfallversorgung deutlich ausgebaut. Neun zusätzliche Rettungswagen, zwei neue Standorte sowie das Einführen von so genannte Einsatzkernbereichen mit Hilfsfristen von 8 Minuten sorgen seit Juli 2025 für noch mehr Sicherheit, machen die Notfallversorgung noch leistungsfähiger und flächendeckender. Dazu tragen auch die insgesamt mehr als 25 neuen Fahrzeuge für Rettungssanitäter und Notärzte sowie der Startschuss für den Telenotarzt bei.
 
Nicht unerwähnt lässt der Bericht aber auch den Schatten, den das Verhalten der Krankenkassen seit Herbst 2025 auf dieses System wirft: Von den Kassen einseitig festgesetzte Festbeträge könnten es nötig machen, dass der Ennepe-Ruhr-Kreis bereits in Kürze Gebührenbescheide an Bürger verschicken muss, die den Rettungsdienst in Anspruch genommen haben. Ein Szenario, das die Kreisverwaltung verhindern will und dafür seit Monaten mit Nachdruck kämpft.
 
„Im Bereich Katastrophenschutz lagen Schwerpunkte auf dem Weiterentwickeln von Konzepten, dem Modernisieren von Ausstattung und dem Üben der Zusammenarbeit aller Beteiligten“, berichtet Martin Weber, Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz der Kreisverwaltung und Kreisbrandmeister in Personalunion. Als einige Beispiele von vielen nennt er die Übungen der Technischen Einsatzleitung und der Energieeinheit, die Finanzierung der Notfallseelsorge sowie Einsätze der Mitglieder der Krad-Staffel und der Drohneneinheit.
 
Deutlich stärker als in der Vergangenheit spielte das Thema „Zivile Verteidigung“ – also der Schutz der Bevölkerung vor kriegerischen Szenarien – eine Rolle in der Arbeit der Bevölkerungsschützer. Vertreter des Kreises und der Städte tauschten sich dazu im letzten Jahr im gleichnamigen Arbeitskreis immer wieder aus.
 
Weitere Bilanzen liefert der Jahresbericht für die Arbeit des vorbeugenden Brandschutzes, die Aus- und Fortbildung sowie für die Arbeit des Kreisfeuerwehrverbandes. Einen Ausblick gewährt er auf das, was das Gefahrenabwehrzentrum in Ennepetal ab 2027 für den Schutz der Bevölkerung im Ennepe-Ruhr-Kreis bieten und liefern soll.
 
Stichwort Jahresbericht im Internet
 
Wie viele andere Berichte und Veröffentlichungen findet sich der Bericht im Bereich „Berichte und Broschüren“ im Bereich Verwaltung/Veröffentlichungen auf der Internetseite der Kreisverwaltung, www.en-kreis.de.

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Jahresbericht_Bevölkerungsschutz
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