Breckerfeld Weihnachtsbeleuchtung 2019 006.1
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Bewegendes Engagement: Ingrid Möller erhält Bundesverdienstkreuz

„Ingrid Möller organisiert in Breckerfeld nicht nur Sport, sie lebt ihn. Sie bringt Menschen zusammen, vermittelt Werte und macht den TuS für viele Junge und Alte zu einer zweiten Familie. Ihr Einsatz hat maßgeblich dazu beigetragen, in Breckerfeld ein vielfältiges Sportangebot für Kinder, Erwachsene und ältere Menschen entstehen zu lassen und generationenübergreifend für Bewegung zu sorgen.“ Mit diesen Worten überreichte Landrat Jan-Christoph Schaberick im Schwelmer Kreishaus das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland an die 80-jährige.
 
Ausschlaggebend für diese hohe Auszeichnung, für dieses „Danke schön“ der Bundesrepublik Deutschland an ihre engagiertesten Bürgerinnen und Bürger, ist das jahrzehntelange Wirken Möllers im TuS Breckerfeld. Seit 1965 ist sie Mitglied des Vereins, hat ihn unter anderen als Übungsleiterin, Abteilungsleiterin und treibende Kraft hinter zahlreichen Angeboten maßgeblich geprägt.
 
Ein Schwerpunkt ihres Engagements liegt im Kinderturnen. Bereits 1983 etablierte Möller entsprechende Angebote im Verein. Damit legte sie den Grundstein für ein bis heute bedeutendes Angebot des Turn- und Sportvereins der Hansestadt. Generationen von Kindern in Breckerfeld, also tausende, hat sie bei ihren ersten sportlichen Schritten begleitet, unterstützt und angefeuert. Parallel setzte sie sich früh dafür ein, Frauen im Sport zu fördern und ihre Rolle im Vereinsleben zu stärken. Hierzu schuf sie Formate wie den „Aktionstag für Frauen und Mädchen“.
 
„Auch das Sportabzeichen ist in Breckerfeld ganz eng mit Ingrid Möller verbunden“, würdigte der Landrat in seiner Laudatio. Mehr als 40 Jahre hat sie die Abnahme des Deutschen Sportabzeichens organisiert und begleitet, Interessierte sportlich vorbereitet und bei vielen Gelegenheiten – unter anderen in Schulen – für das Dabeisein geworben. Erfolg: Im Wettbewerb unter den neun kreisangehörigen Städten belegte Breckerfeld in der Rubrik „Sportabzeichen“ über Jahre einen Spitzenplatz. „Da ist es wenig verwunderlich, dass Ingrid Möller selbst 2023 ihr 50. Sportabzeichen in Empfang nehmen konnte“, berichtete Schaberick.
 
Er nutzte die Ehrung auch, um auf die gesellschaftliche Bedeutung der Sportvereine einzugehen. Sie seien weit mehr als Orte der Begegnung. Sie vermittelten Werte wie Teamgeist, Fairness und Zusammenhalt, leisteten Beiträge, um Menschen Netzwerke zu liefern, die weit über den Sport hinausreichen.
 
„´Sport verbindet´- dies war und ist also völlig zurecht der Leitgedanke von Ingrid Möller. Dieses Engagement, dieses Zusammenbringen von Menschen ganz unabhängig von Alter, Herkunft und Geschlecht wird heute verdient sichtbar anerkannt. Der Ennepe-Ruhr-Kreis darf sich glücklich schätzen, Menschen wie sie als Bürgerin zu haben“, betonte Schaberick unmittelbar vor der Übergabe des Bundesverdienstkreuzes.
 
Stichwort Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland
 
Seit seiner Stiftung durch Bundespräsident Theodor Heuss im Jahr 1951 wurden mehr als 263.000 Menschen für ihre Leistungen sowie für ihr Engagement auf sozialen, karitativen und gesellschaftlichen Feldern ausgezeichnet.
 
Grundsätzlich kann jeder Bürger eine Person für den Verdienstorden vorschlagen. In Nordrhein-Westfalen können entsprechende Anregungen bei den zuständigen kommunalen Verwaltungen eingereicht werden. Nach Prüfung über Bezirksregierung und Staatskanzlei trifft der Bundespräsident die abschließende Entscheidung über die Verleihung.