Stadtradeln 2026: Wetter verhagelt Kilometerbilanz
Kühl, nass, ungemütlich – das Wetter in den ersten drei Maiwochen hat das diesjährige Stadtradeln Ergebnis im und für den Ennepe-Ruhr-Kreis quasi verhagelt. Zwar lagen die Zahlen der angemeldeten Radfahrenden (rund 3.800) sowie der Teams (378) auf Vorjahresniveau. Allerdings haben Kälte und Regen viele dann offenbar doch davon abgehalten, möglichst viele Alltagswege mit dem Fahrrad zurückzulegen und für den Klimaschutz in die Pedale zu treten.
„Bitter und wirklich schade, dass das Wetter genau in der Zeit so wenig radfahrfreundlich gewesen ist, in der es galt, in diesem bundesweiten Wettbewerb Kilometer für den Ennepe-Ruhr-Kreis zu sammeln“, bedauert David Hüsken, Sachgebietsleiter Kreisentwicklung, Mobilität und Klimaschutz sowie Koordinator der Aktion, die in diesem Jahr von Petrus gelieferten Rahmenbedingungen.
Messbare Folge: Erstmals seit dem Startschuss für das Stadtradeln im Ennepe-Ruhr-Kreis im Jahr 2021 können die Beteiligten aus Kreis- und Rathäusern kein neues Rekordergebnis für die gefahrenen Kilometer vermelden. Mit aktuell knapp über 700.000 Kilometern fehlen zum Ergebnis des Vorjahres rund 195.000 Kilometer.
„Aufgeschoben ist aber längst nicht aufgehoben. Nächstes Jahr starten wir bei hoffentlich besseren Bedingungen den zweiten Anlauf, die Kilometer-Millionen-Grenze zu überschreiten“, kündigt Hüsken mit Blick auf das bereits für 2026 formulierte Ziel einen neuen Anlauf an. Für das diesjährige Ergebnis rechnet er noch mit einer leichten Verbesserung – bis zum 21. Mai erstrampelte Kilometer können noch bis Donnerstag dieser Woche (28. Mai) nachgetragen werden.
Stand jetzt belegt der Ennepe-Ruhr-Kreis unter allen deutschlandweit teilnehmenden Kommunen Platz 29. Spitzenreiter ist der Kreis Borken mit rund 2,67 Millionen Kilometern, gefolgt vom Ortenaukreis (Baden-Württemberg) und der Stadt Münster. Auch in diesen Kommunen hat das schlechte Wetter seine Spuren hinterlassen. Beispiel Kreis Borken: 2025 hatten die Münsterländer noch mehr als 3,3 Millionen Kilometer melden können.
„Da der Aktionszeitraum in den bundesweit beteiligten gut 3.000 Kommunen zu unterschiedlichen Zeiten läuft, wird allerdings erst Anfang Oktober feststehen, welchen Platz der Ennepe-Ruhr-Kreis, welche Plätze die Städte in der Gesamtrangliste belegen“, erläutert Hüsken mit Blick auf das Ranking.
Unabhängig davon stehe mit dem Klima bereits ein Gewinner des Wettbewerbs fest. Hätten die Stadtradler im Kreisgebiet die mehr als 700.000 Kilometer mit dem Auto statt dem Fahrrad zurückgelegt, wären 115 Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt.
Zurück zu den aktuellen Ergebnissen. Im Kreisgebiet haben derzeit die Wittener mit 212.063 Kilometern den größten Beitrag geleistet, auf den Plätzen 2 und 3 liegen Hattingen (118.323) und Sprockhövel (103.201). Bei den Kilometern pro Einwohner belegen Sprockhövel, Wetter/Ruhr und Witen die ersten drei Plätze.
Pedalfreudigstes unter allen Teams war „Aktiv-Praxis Dumke & Hestert und Freunde/Hattingen (22.884) vor AFR-ABUS Factory Racing/Wetter (18.653) und PV Triathlon TG Witten (18.268).
Bei den Teams, die die Verwaltungen von Kreis und Städten ins Rennen geschickt hatten, lautet die Reihenfolge auf den ersten drei Plätzen: 80 mitradelnde Beschäftigte der Stadt Witten legten 17.151 Kilometer zurück, für die Stadt Hattingen erstrampelten 35 Aktive 5.561 Kilometer und für die Stadtverwaltung Gevelsberg schafften 32 Aktive 5.061 Kilometer.
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