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Land unterstützt Ausbau des FluxFux: Breckerfeld erhält Anschluss an die Schiene

Der Ennepe-Ruhr-Kreis kann sein On-Demand-Angebot „FluxFux“ weiter ausbauen. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Erweiterung des bestehenden Mobilitätsangebots im Rahmen seines Förderaufrufs für innovative und klimafreundliche Verkehrsangebote in nachfrageschwächeren Räumen. Am vergangenen Montag nahm Andrea Stöhr, Fachbereichsleiterin Finanzen und Kreisentwicklung, den Förderbescheid in Düsseldorf entgegen.
 
„Mit der Erweiterung von FluxFux stärken wir die Mobilität im Ennepe-Ruhr-Kreis nachhaltig. Das Angebot verbessert die Erreichbarkeit insbesondere im ländlich geprägten Raum, erleichtert den Zugang zum Schienenverkehr und macht den öffentlichen Nahverkehr insgesamt attraktiver. Damit leisten wir zugleich einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz“, betont Andrea Stöhr.
 
Mit dem On-Demand-Shuttleservice „FluxFux“ bietet der Ennepe-Ruhr-Kreis gemeinsam mit der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER) bereits seit dem Sommer 2022 eine flexible Alternative zum klassischen Linienverkehr. Das Angebot verbindet die Städte Gevelsberg, Ennepetal und Breckerfeld in den Abend-, Nacht- und Wochenendstunden. Fahrgäste können ihre Fahrten bedarfsgerecht buchen und werden innerhalb des festgelegten Bedienungsgebietes unabhängig von festen Fahrplänen und Haltestellen direkt ans Ziel gebracht.
 
Nun wird das Bedienungsgebiet bis zum Bahnhof Hagen-Rummenohl erweitert. Für die Stadt Breckerfeld bedeutet dies einen entscheidenden Fortschritt: Erstmals erhält sie eine direkte und damit schnellere Anbindung an den Schienenpersonennahverkehr. Über die Regionalbahn RB 52 entstehen attraktive Verbindungen in Richtung Hagen, Dortmund und Lüdenscheid. Gleichzeitig wird eine direkte Verbindung zwischen Breckerfeld und dem Hagener Ortsteil Rummenohl geschaffen.
 
Auch die regionale Vernetzung wird gestärkt. Am Bahnhof Hagen-Rummenohl bestehen künftig Anschlüsse an weitere Buslinien. Zudem sammelt der Ennepe-Ruhr-Kreis gemeinsam mit der Stadt Hagen erste praktische Erfahrungen im kreisübergreifenden On-Demand-Verkehr.
 
Ein wesentlicher Vorteil für die Fahrgäste liegt in der verbesserten Reisekette. Bislang notwendige zusätzliche Umstiege entfallen. Die Kombination aus bedarfsgesteuertem Verkehr und schnellen Schienenverbindungen verkürzt die Reisezeiten und erhöht die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs insgesamt.
 
Die Erweiterung wurde bewusst wirtschaftlich geplant. Nach derzeitigen Prognosen kann das zusätzliche Angebot ohne weitere Fahrzeuge umgesetzt werden. Gleichzeitig leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende: Durch die bessere Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel werden Alternativen zum eigenen Auto geschaffen und Wege effizienter gestaltet.
 
„Mit dem Projekt bringen wir den öffentlichen Nahverkehr genau dorthin, wo klassische Angebote oft an ihre Grenzen stoßen: in den ländlichen Raum, zu Randzeiten und auf der letzten Meile. Damit verbessern wir die Mobilität vor Ort und gleichen Unterschiede zwischen Stadt und Land gezielt aus“, erklärte Verkehrsminister Oliver Krischer.
 
Die Erweiterung des FluxFux steht beispielhaft für eine moderne und vernetzte Mobilität: Sie verbessert die Grundversorgung, schließt bestehende Lücken im ÖPNV-Angebot, stärkt die Zusammenarbeit über kommunale Grenzen hinweg und unterstützt die Klimaziele im Verkehrssektor.
 
Bildunterschrift: Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW übergibt Andrea Stöhr, Fachbereichsleiterin Finanzen und Kreisentwicklung des Ennepe-Ruhr-Kreises den Förderbescheid. (Foto: MUNV NRW)
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