Gamedays am Berufskolleg Hattingen
Digitale Spiele, soziale Medien und Apps gehören längst zum Alltag vieler Kinder. Damit wächst auch die Verantwortung für pädagogische Fachkräfte, die Kinder im Umgang mit digitalen Angeboten zu begleiten, Chancen und Risiken richtig einzuschätzen und Eltern bei Fragen der Mediennutzung beraten zu können.
> Genau hier setzen die zweitägigen GAMEDAYS an, die jetzt am Berufskolleg Hattingen des Ennepe-Ruhr-Kreises stattfanden. Die GAMEDAYS sind Teil des Projekts GAMESHIFT von EDUCATION Y. Das praxisnahe Format richtet sich normalerweise an Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen. Für die Veranstaltung am Berufskolleg wurde es aber gezielt auf angehende Erzieherinnen und Erzieher zugeschnitten.
> „Die Veranstaltung hat für viele Denkanstöße bei unseren Schülerinnen und Schülern gesorgt“, hat Schulleiterin Ira Lieber wahrgenommen. „In ihrer späteren Arbeit werden sie Kinder und Jugendliche begleiten, für die Games, Social Media und Smartphones ganz selbstverständlich zum Alltag gehören. Umso wichtiger ist es, die Mechanismen hinter diesen Angeboten zu verstehen und zu wissen, wie junge Menschen und Kinder dabei unterstützt werden können, Medien bewusst und gesund zu nutzen“.
> Im Mittelpunkt der Gamedays standen Fragen, die für den späteren Berufsalltag in Kindertageseinrichtungen, Ganztag und weiteren pädagogischen Arbeitsfeldern eine wichtige Rolle spielen: Welche Bedeutung haben digitale Spiele und Medien im Alltag von Kindern? Wie lässt sich eine gesunde Mediennutzung fördern? Und wie können pädagogische Fachkräfte Eltern bei diesem Thema sicher und kompetent begleiten? Bei den GAMEDAYS geht es aber auch darum, die Bedürfnisse zu verstehen, die hinter der Nutzung von Medien stehen.
> Ein Teil der Teilnehmenden hat thematisch unterschiedliche Stationen vorbereitet, die von dem anderen Teil dann bearbeitet werden musste. Der Fokus lag dabei stark auf der Elternarbeit und Themen wie „Dark Patterns“, Gestaltungsmuster von Webseiten oder Online-Plattformen, die menschliche Schwächen für die Zwecke der Betreiber nutzen oder dem „Sharenting“ – also dem Teilen von Kinderfotos in den sozialen Netzwerken durch Eltern.
> „Gerade diesen Aspekt erachte ich als sehr wichtig: Angehende pädagogische Fachkräfte sollten ermutigt werden, Eltern über diese Themen aufzuklären und auch in den aktiven Austausch mit anderen Erzieherinnen und Erziehern zu gehen“, betont Nadine Volmer, Abteilungsleiterin Bildung und Integration des Ennepe-Ruhr-Kreises als Vertreterin des Schulträgers, die sich zusammen mit Hattingens Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing und dem Sozialdezernent Matthias Tacke die Veranstaltung vor Ort besuchte.
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