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Sommerferien: Auch Gesundheitsvorsorge gehört in den Koffer

Die Koffer sind vielfach schon gepackt, die Freude auf die vor der Tür liegenden Sommerferien ist groß. Damit diese ungetrübt bleibt, rät das Gesundheitsamt des Ennepe-Ruhr-Kreises, Hitze, Sonne, Mücken und Zecken mitzudenken sowie die Reiseapotheke und den Impfpass im Blick zu haben. „Urlaub soll Erholung bringen, neue Energie geben und guttun. Gerade deshalb ist es wichtig, möglichst gut vorbereitet in die schönsten Wochen zu starten“, empfiehlt Dr. Corinna Schweflinghaus.
 
Ein wichtiger Adressat für diesen Hinweis sind im Kreis lebende Bürgerinnen und Bürger, die in den Ferien Freunde und Verwandte in ihrem Herkunftsland besuchen. Diese Reisen dauern häufig länger, führen eher in ländliche Gebiete und schließen engere Kontakte zur Bevölkerung vor Ort sowie zu lokalen Speisen und Getränken ein.
 
Wichtig zu wissen: Wer selbst früher in einem Land gelebt hat, kann gegen einzelne dort häufig vorkommende Infektionskrankheiten bereits eine natürliche Immunität erworben haben. Für Kinder gilt das aber nicht automatisch. Sind sie in Deutschland geboren und aufgewachsen, besitzen sie gegen manche Erkrankungen, die im Herkunftsland der Familie regelmäßig vorkommen, möglicherweise keinen Schutz.
 
Eltern sollten daher vor der Reise besonders bei Kindern den Impfstatus prüfen lassen. In vielen Fällen kann beispielsweise eine Impfung gegen Hepatitis A sinnvoll sein. Auch eine Last-Minute-Impfung kurz vor der Abreise ist bei Hepatitis A noch möglich und sinnvoll.
 
Unabhängig vom Reisedauer und -ziel gehört ein Blick in den Impfpass grundsätzlich zu einer guten Vorbereitung. Insbesondere vor Fernreisen sollte mit Blick auf Reisezeit, Art der Reise sowie Alter und Vorerkrankungen geklärt sein, welche Impfungen für eine Einreise zwingend vorgeschrieben sind oder von der ständigen Impfkommission empfohlen werden. Übrigens: Viele Krankenkassen übernehmen auch bei privaten Auslandsreisen die Kosten für Reiseimpfungen.
 
Hitze, UV-Strahlung, Mücken und Zecken – auch die damit verbundenen Risiken sollten nicht vernachlässigt werden. „Der Hitze begegnet man unter anderem mit ausreichendem Trinken, wasserreichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse und Salat, lauwarmen Duschen und dem Verlagern von körperlich anstrengenden Tätigkeiten in die Morgenstunden“, so Schweflinghaus. Für den UV-Schutz verweist sie auf die Grundregel „Vermeiden, Bekleiden, Eincremen“. Also: Direkter Sonne aus dem Weg gehen, Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille in UV400 Qualität nutzen und Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30, besser 50+.
 
Um Krankheiten vorzubeugen, die von Stechmücken und Zecken übertragen werden können, sollten Reisende – aber auch Daheimgebliebene – ebenfalls möglichst lange Kleidung tragen und auf entsprechende Schutzmittel zurückgreifen. Bei Reisen in Gebiete mit mückenübertragenen Erkrankungen kann zudem ein kleinmaschiges Moskitonetz sinnvoll sein und in Gebieten mit Zeckenvorkommen sollte der Körper nach Aufenthalten im Freien sorgfältig abgesucht werden. Wird eine Zecke gefunden, sollte diese sofort entfernt werden.
 
Fernreisende weist das Gesundheitsamt noch auf Folgendes hin: Um das Risiko für Infektionskrankheiten zu senken, ist Händehygiene besonders wichtig. Je nach Reiseziel sollte Leitungswasser weder zum Trinken noch zum Zähneputzen oder zum Waschen von Obst und Gemüse verwendet werden. Eiswürfel unklarer Herkunft sollten gemieden werden. Bei Lebensmitteln gilt die Regel kochen, abkochen, schälen oder weglassen.
 
Wenn die Reiseapotheke entsprechend bestückt ist, müssen kleinere Zwischenfälle nicht direkt von einem Arzt behandelt werden. Zu folgender Minimalausstattung wird geraten: Dauerhaft benötigte persönliche Medikamente, Mittel gegen Durchfall, Fieber, Schmerzen, Reiseübelkeit, gegebenenfalls Allergien, Sonnenbrand und Insektenstiche sowie Pflaster, Wundkompressen und Mullbinden zur ersten Versorgung kleiner Verletzungen.
 
Und für den Fall, dass Reisende im Ausland – gilt auch für Europa – doch einen Arzt benötigen oder gar ins Krankenhaus müssen, sollte mit Blick auf die damit verbundenen Kosten vor Abreise eine private Auslandsreisekrankenversicherung abgeschlossen worden sein.

Kontaktdaten:> Ennepe-Ruhr-Kreis, Pressestelle, Ingo Niemann (V.i.S.d.P.), Franziska Horsch, Kira Scheven, Hauptstr. 92, 58332 Schwelm
> Telefon: 02336/93 2062, 02336/93 2064, 02336/93 2066
> Mail: pressestelle@en-kreis.de
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