Ausbildung: Wichtiger Schritt für Kfz-Werkstatt am Berufskolleg Hattingen
Der Ennepe-Ruhr-Kreis will der Ausbildung im Bereich Fahrzeugtechnik an seinem Berufskolleg in Hattingen mehr Platz bieten und den Schülern zukünftig die Chance geben, notwendige Einblicke in neue Technologien wie Elektro- und Wasserstoffantriebe gewinnen zu können. Dafür soll auf dem Schulgelände an der Raabestraße eine neue Halle mit Nebengebäude entstehen – ausreichend Raum für Werkstätten, Technik- und Lagerräume, Umkleiden, Büros und Schulungsraum.
Mit einem Beschluss des Kreistages ist dieses Projekt jetzt einen wichtigen Schritt vorangekommen. Die Kreisverwaltung hat den Auftrag, beim Land Nordrhein-Westfalen Fördermittel zu beantragen und dabei die höchstmögliche Förderquote anzustreben. Um die Planungen bereits parallel zum Antragsverfahren weiter vorantreiben zu können, gab der Kreistag zudem 300.000 Euro frei.
Für das Gebäude sowie die Außenanlagen, für die technische Ausstattung und für Bauneben- sowie Planungskosten rechnet die Kreisverwaltung mit Kosten zwischen 4,22 und 7,56 Millionen Euro. Die Spannbreite von mehr als 3 Millionen Euro ist dem sehr frühen Planungsstand geschuldet. Insbesondere Preissteigerungen sowie die konkrete räumliche und funktionale Ausgestaltung des Vorhabens werden noch erheblichen Einfluss auf die Ausgaben haben.
Von diesen könnte ein Großteil vom Land übernommen werden. Eine Förderwürdigkeit des Vorhabens hat die Bezirksregierung bereits signalisiert – angestrebt wird im Schwelmer Kreishaus mit 90 Prozent die höchstmögliche Quote.
„In Zeiten des technologischen Wandels verändern sich die Arbeitsinhalte der Berufe der Fahrzeugtechnik. In der Konsequenz werden Lehrpläne neugestaltet und wir als Träger des Berufskollegs sind im Interesse der Schülerinnen, Schüler und Lehrer gefordert, uns den damit verbundenen Anforderungen zu stellen und für notwendige Anpassungen zu sorgen“, so Nadine Volmer, Leiterin der Abteilung für Bildung und Integration.
Nach der Zustimmung des Kreistages wird der Ennepe-Ruhr-Kreis jetzt in enger Zusammenarbeit mit dem Berufskolleg die Pläne für die Kfz-Halle weiter vorantreiben und präzisieren. Die Grundlage hierfür liefert eine Machbarkeitsstudie – die dort aufgelisteten Vorschläge sollen in Teilbereichen noch so angepasst werden, dass Qualität und Funktionalität nicht beeinträchtigt werden. Hierzu zählen beispielsweise der Verzicht auf Lackierkabine und Waschbox sowie drei statt der vorgeschlagenen vier Werkstattarbeitsplätze.
Wenn das Vorhaben wie von der Kreisverwaltung erhofft bewilligt und der Bau anschließend vom Kreistag beschlossen wird, könnte der neue Kfz-Bereich mit seinen sehr guten Voraussetzungen für einen praxisnahen Unterricht 2030 Lehrern und Schülern zur Verfügung stehen.
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