Mitglieder der Kinder- und Jugendparlamente zu Gast im Kreishaus
Wo arbeitet eigentlich ein Landrat? Was macht ein Veterinäramt? Welche Aufgaben hat die Polizei im Kreis? Und wie sieht es hinter den Türen einer Kreisverwaltung aus? Antworten auf diese und viele weitere Fragen bekamen jetzt Mitglieder der Kinder- und Jugendparlamente aus Breckerfeld, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel, Wetter/Ruhr und Witten. Sie waren im Schwelmer Kreishaus zu Gast und nutzten die Gelegenheit, Verwaltung, Politik und Polizei aus nächster Nähe kennenzulernen.
Der Besuch führte die jungen Gäste an ganz unterschiedliche Stationen. Im Veterinäramt erfuhren sie, womit sich die Fachleute dort im Alltag beschäftigen. In den Büros von Landrat Jan-Christoph Schaberick, Kreisdirektor Sebastian Arlt und Kreiskämmerin Andrea Stöhr wurde deutlich, wo wichtige Entscheidungen vorbereitet, abgestimmt und umgesetzt werden. Im Medienzentrum entdeckten die Kinder und Jugendlichen, welche modernen Angebote der Kreis für Schulen bereithält.
Präsent war auch die Kreispolizeibehörde. Auf dem Parkdeck präsentierten Pressesprecher Christoph Neuhaus und Kollegen zum einen ein Einsatzfahrzeug und Motorräder. Zum anderen lieferten sie Einblicke in ihre Arbeit
„Wer sich früh einmischt, Fragen stellt und Ideen einbringt, leistet einen wichtigen Beitrag für unsere Demokratie. Kinder- und Jugendparlamente zeigen: Beteiligung beginnt nicht erst mit der Volljährigkeit, auch in jungen Jahren gibt es zahlreiche Chancen, sich für seine Stadt, sein Lebensumfeld, seine Ideen und Werte zu engagieren“, machte Schaberick bei der Begrüßung im Kreistagssitzungssaal deutlich. Demokratie lebe davon, dass Menschen miteinander sprechen, sich informieren und Verantwortung übernehmen. „Genau das macht ihr. Ihr vertretet Interessen, diskutiert Themen und macht sichtbar, was jungen Menschen wichtig ist.“
Das Bildungsbüros des Ennepe-Ruhr-Kreises organisierte die Veranstaltung und begleitete Schaberick bei den Rundgängen und stand bei Fragen Rede und Antwort. Die Bilanz der jungen Besucherinnen und Besucher fiel am Ende positiv aus. Sie zeigen sich insbesondere überrascht davon, wie vielfältig die Aufgaben der Beschäftigten der Kreisverwaltung sind und an wie vielen Stellen sie Einfluss auf den Alltag der Menschen im Ennepe-Ruhr-Kreis haben.
„Dieser erfolgreichen Premiere werden wir in den nächsten Jahren sicher weitere Angebote folgen lassen“, kündigte Armin Suceska, Leiter des Regionalen Bildungsbüros, abschließend an.
Stichwort Ausbildung bei der Kreisverwaltung
Mit Blick auf die Jugendlichen unter den Gästen nutzte die Kreisverwaltung den Besuch auch, um über ihre Ausbildungsangebote und dualen Studiengänge sowie den Weg zu einem Ausbildungsvertrag zu informieren. Möglich ist der Berufseinstieg als Verwaltungswirt, Verwaltungsfachangestellter, Fachinformatiker für Systemintegration oder Vermessungstechniker. Zudem gibt es duale Studiengänge in den Bereichen Allgemeine Verwaltung, Verwaltungsbetriebswirtschaftslehre und Verwaltungsinformatik.
Aktuell beschäftigt der Ennepe-Ruhr-Kreis fast 100 Nachwuchskräfte, einige von ihnen nutzen die Chance, in Teilzeit ins Berufsleben einzusteigen. Ebenfalls bemerkenswert: In einer bundesweiten Studie des Wirtschaftsmagazins Capital und der Plattform Ausbildung.de wurde die Kreisverwaltung zuletzt fünfmal in Folge als einer der besten Ausbilder Deutschlands ausgezeichnet.
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