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Breckerfeld

Pilgerrosen für Breckerfeld: Jakobusfreunde planen symbolträchtige Pflanzaktion

Von Tanja Satur, 20.7.2026

Ein blaues Schild mit einer gelben Muschel, dem Symbol des Jakobswegs, ist an einem Baumstamm befestigt. Im Hintergrund ist grünes Gras zu sehen.
Der berühmte Jakobsweg führt seit April 2008 auch durch den Ennepe-Ruhr-Kreis und durchquert dabei auch die Stadt Breckerfeld.Foto: Symbolbild | Satur

Wenn am letzten Juli-Wochenende die Jakobuskirmes gefeiert wird, gehört ein Termin seit Jahren fest zum Programm: der ökumenische Gottesdienst zu Ehren des heiligen Jakobus. Auch in diesem Jahr versammeln sich Gläubige und Interessierte wieder unter freiem Himmel. Doch diesmal steht neben der Andacht ein besonderes Ereignis im Fokus: eine symbolträchtige Pflanzaktion, die dem Ort eine neue, sichtbare Verbindung zum berühmten Jakobsweg verleihen soll.

Drei Rosen mit großer Bedeutung

„Der Gottesdienst ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Kirmes und verbindet die kirchliche Tradition mit dem lebendigen Stadtfest“, erklärt Ingrid Komitsch, 1. Vorsitzende der Jakobusfreunde Breckerfeld.

Im Anschluss an den Gottesdienst, der am Sonntag, 26. Juli, um 13 Uhr auf der Bühne am Jakobusbrunnen gehalten wird, plant der Jakobusverein Breckerfeld die Einpflanzung von drei sogenannten Pilgerrosen. Ihren Platz finden sie im Pilgerbeet am Jakobsweg neben der katholischen Kirche.

„Wir möchten mit den Pilgerrosen in Breckerfeld einen Ort schaffen, der zum Innehalten einlädt — ganz im Sinne des Jakobsweges“, so Komitsch. „Die Rosen stehen für Frieden und für den Weg des Lebens.“

Eine Idee, die um die Welt ging

Die Pilgerrose geht auf den pensionierten Mediziner, Biologen und passionierten Jakobspilger Dr. Norman Sinclair zurück. Er entdeckte 2010 seine Leidenschaft fürs Pilgern und kam als Rosenliebhaber auf die Idee, die Sorte „Castell d‘Alaquàs“ entlang des Camino de Santiago zu pflanzen. Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Pilgerrose während der Corona-Pandemie: Im Sommer 2021 wurden im Madrider Park Campo del Moro rund 1500 dieser Rosen gepflanzt. Die Aktion stand als Zeichen der Solidarität in der Krise und als Gedenken an die zahlreichen Opfer der Pandemie.

Die „Pilgerrose“ (Castell d’Alaquàs) ist eine leuchtend rote, robuste Züchtung. Sie ist kompakt im Wuchs, duftet zart und zieht durch markante gelbe Stempel zahlreiche Insekten an.Foto: Symbolbild | Envato Elements

Mittlerweile sind die Sinclair-Rosen entlang vieler Jakobswege in Europa zu finden – auch in Deutschland. Meist blühen sie an Orten, an denen Pilger rasten, innehalten und Kraft schöpfen. „Sie ist ein Symbol für Frieden, ein Symbol für den Pilgerweg und für den Weg des Lebens“, erklärt Komitsch.

Einladung an die Öffentlichkeit

„Uns hat die Geschichte dieser Rose sofort begeistert“, sagt Komitsch. „Daher haben wir drei Pilgerrosen von Herrn Sinclair gekauft, um mit der Pflanzung auch in Breckerfeld ein Zeichen für Frieden, Zusammenhalt und Gemeinschaft zu setzen.“ Alle Bürgerinnen und Bürger seien dazu eingeladen, den Gottesdienst und die anschließende Pflanzaktion mitzuerleben.