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Bevölkerungsschutz des Kreises präsentiert sich auf Veranstaltung zum Thema Krisenvorsorge

Wie können sich Bürgerinnen und Bürger auf Krisen vorbereiten? Welche Vorkehrungen treffen Behörden und Einsatzorganisationen? Antworten auf diese Fragen gab der Bevölkerungsschutz des Ennepe-Ruhr-Kreises auf einer Informationsveranstaltung in der Universität Witten/Herdecke, zu der die Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Strauss-Köster eingeladen hatte. Mehr als 300 Besucherinnen und Besucher waren der Einladung gefolgt, um über Themen wie den Operationsplan Deutschland, Krisenvorsorge und die Resilienz des Landes zu diskutieren.
 
Thomas Neumann, stellvertretender Leiter der Abteilung Bevölkerungsschutz, erläuterte in einem Impulsvortrag, wie sich Bürgerinnen und Bürger auf mögliche Krisenlagen vorbereiten sollten. Dabei ging es unter anderem um Warnmöglichkeiten, das richtige Verhalten in Notfällen und die Versorgung des eigenen Haushaltes für einen begrenzten Zeitraum.
 
„Bevölkerungsschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Der Kreis, die Städte und die Einsatzorganisationen treffen umfangreiche Vorbereitungen für unterschiedliche Krisenlagen. Ebenso wichtig ist aber auch eine Bevölkerung, die informiert ist, Warnungen ernst nimmt und für einige Tage selbst vorsorgen kann“, betonte Neumann.
 
Vor dem Veranstaltungsgebäude machte der Bevölkerungsschutz seine Arbeit auch praktisch erlebbar. Die Energieeinheit des Ennepe-Ruhr-Kreises präsentierte gemeinsam mit der Feuerwehr Witten, dem Technischen Hilfswerk, dem Deutschen Roten Kreuz und der DLRG Fahrzeuge, Geräte und Einsatzmittel. Mitarbeitende des Kreises beantworteten an einem Informationsstand Fragen, zeigten Anschauungsmaterial und verteilten Broschüren mit konkreten Handlungsempfehlungen für mögliche Not- und Krisensituationen.
 
Auch Landrat Jan-Christoph Schaberick und der stellvertretende Kreisbrandmeister und Leiter der Feuerwehr Witten, Mario Rosenkranz, freuten sich über die Möglichkeit, mithilfe der Veranstaltung die Bevölkerung für eine persönliche Notfallvorsorge zu sensibilisieren. Das große Interesse der Besucherinnen und Besucher an der Veranstaltung zeigte, dass viele Menschen bereit sind, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen
 
In einem umfangreichen Vortrag berichtete Generalleutnant André Bodemann, stellvertretender Befehlshaber des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr und Kommandeur Territoriale Aufgaben, über den Operationsplan Deutschland. Er stellte vor, wie staatliche, militärische und zivile Akteure in einer Krise oder im Verteidigungsfall zusammenarbeiten sollen. Dabei unterstrich er die Bedeutung einer widerstandsfähigen und gut vorbereiteten Gesellschaft.