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Warntag: Techniktest und Vorsorgeappell an Bürgerinnen und Bürger

Ein funktionierendes Warnsystem kann im Ernstfall Leben retten. Aus diesem Grund testen Bund und Länder, Kreise und Städte am Donnerstag, 10. September, um 11 Uhr gemeinsam ihre dafür vorgesehenen Systeme. Auch der Ennepe-Ruhr-Kreis nimmt aktiv an diesem bundesweiten Warntag teil. In den neun Städten werden daher die Sirenen heulen und Push-Nachrichten über Cell Broadcast und die Warn-App NINA direkt auf den Mobilgeräten der Bürgerinnen und Bürger landen.
 
„Zum einen geht es ein weiteres Mal darum, Technik und Abläufe zu testen. Zum anderen wollen wir bei den Bürgerinnen und Bürger das Bewusstsein für die Sirenensignale erhöhen“, erklärt Martin Weber, Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz im Schwelmer Kreishaus. Dafür werden die in Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel, Wetter/Ruhr und Witten vorhandenen 118 Sirenen zeitgleich ertönen.
 
Der Probealarm ist wie bei den Warntagen gewohnt dreiteilig. Ertönen sollen die Sirenen dabei um 11 Uhr, um 11.05 Uhr und um 11.10 Uhr. Teil eins und drei bestehen aus einem einminütigen Dauerton, Teil zwei aus einem Heulton, der eine Minute an- und abschwillt. Der Dauerton bedeutet Entwarnung, der Heulton ist die Aufforderung, den Hörfunk einzuschalten und auf Durchsagen zu achten. Es kann erforderlich sein, das Signal mehrfach wiederholen zu lassen.
 
„Wer tagsüber eine Sirene hört oder nachts von ihr aus dem Schlaf gerissen wird, dem soll wieder klar sein: ´Mir droht Gefahr, ich muss mich sofort informieren, was ich für meine Sicherheit beachten sollte´“, so Weber. Mitteilungen und Verhaltenstipps würden Bürgerinnen und Bürger im Ernstfall unter anderem über Warn-Apps, den Rundfunk sowie die Informationskanäle der Stadt- und Kreisverwaltungen erhalten. Um sie auch im Falle eines Stromausfalls nutzen zu können, sollte jeder sich vorbereiten. Stichworte sind hier Batterien, geladene Powerbank oder auch Kurbelradios.
 
Bürgerinnen und Bürger, die Rückmeldungen zum Warntag geben möchten, können dies über eine Online-Umfrage machen. Unter www.warntag-umfrage.de können Erfahrungen mit den Warnsystemen geschildert und damit Beiträge zur Weiterentwicklung des Warnwesens geliefert werden.
 
Stichwort Vorbereitung ist Selbstschutz
 
Stromausfall, Hochwasser oder Extremwetter – wenn es darum geht, sich auf Ereignisse wie diese vorzubereiten, sind nicht nur Behörden und Einsatzkräfte gefordert. Auch Bürgerinnen und Bürger können und sollten rechtzeitig vorsorgen.
 
Tipps dafür, welche kleinen Schritte Haushalten helfen, Krisen und Katastrophen nicht ohnmächtig gegenüber zu stehen und selbst handlungsfähig zu bleiben, liefern sowohl die Kreisverwaltung als auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Ratgebern.
 
„´Die Selbstschutztipps für den Katastrophenfall´ haben wir in Zusammenarbeit mit den Städten im Ennepe-Ruhr-Kreis inzwischen mehr als 10.000 mal verteilt“, berichtet Weber. Ebenso hilfreich seien die Informationen des BBK Druckwerks „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“. Geliefert würden beispielsweise wertvolle Vorschläge für notwendige Vorräte, Tipps für griffbereites Notgepäck und Hinweise für die Vorsorge von Menschen mit Beeinträchtigungen. Entsprechende Checklisten machtes es jedem einfach, den Überblick über seine Vorbereitungen zu behalten.
 
„Die Selbstschutztipps für den Katastrophenfall“ finden sich auf der Internetseite der Kreisverwaltung (www.en.kreis.de). Der Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ ist er auf der Internetseite des BBK (www.bbk.bund.de) im Bereich „Warnung & Vorsorge“ abruf- und bestellbar.

Kontaktdaten:
Ennepe-Ruhr-Kreis, Pressestelle, Ingo Niemann (V.i.S.d.P.), Franziska Horsch, Kira Scheven, Hauptstr. 92, 58332 Schwelm
> Telefon: 02336/93 2062, 02336/93 2064, 02336/93 2066
> Mail: pressestelle@en-kreis.de
> Internet: www.en-kreis.de, App: Ennepe-Ruhr-Kreis
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