Großübung der Feuerwehr Breckerfeld
Viel Rauch, Feuer und Menschen in Gefahr: Feuerwehr Breckerfeld meistert anspruchsvolle Großübung
Von Tanja Satur, 21.10.2026
Mehrere Brandherde, dichter Rauch und vermisste Arbeiter: Bei der Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Breckerfeld am Samstag, 17. Oktober, galt es auf dem Betriebsgelände der Firma Kukatsch ein anspruchsvolles Gefahrenszenario zu bewältigen.
Geheime Pläne, viele Zuschauer
Als am Samstagnachmittag um 15 Uhr die Alarmierung ertönte, wussten die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr zwar, dass die jährliche Großübung anstand. Wo sie stattfinden und welche Herausforderungen sie erwarten würden, blieb jedoch bis zuletzt geheim. Zumindest offiziell — hatte die Wehrleitung doch im Vorfeld ausdrücklich darum gebeten, dass außer den Planern der Übung keine Informationen an die ehrenamtlichen Kameraden weitergegeben werden sollen.
„Das hat im Großen und Ganzen ganz gut funktioniert“, sagt Lisa Burmeister, Sprecherin der Löschgruppe Delle, die in diesem Jahr mit der Planung an der Reihe war, im Gespräch mit LokalDirekt. Für interessierte Zuschauer hatte die Feuerwehr angeboten, dass sie den genauen Einsatzort vorab per E-Mail erfragen konnten: „Und das haben tatsächlich viele in Anspruch genommen. Es freut uns, dass bei den Breckerfeldern so großes Interesse an unserer Arbeit besteht.“

Zusätzlich saß eine neunköpfige Besuchergruppe in einem Gebäude fest. Drei Arbeiter galten als vermisst und mussten von den Feuerwehrleuten gesucht und geborgen werden. Während die Besuchergruppe von Komparsen aus den eigenen Reihen dargestellt wurde, kamen als vermisste Personen 70 Kilogramm schwere Übungspuppen (sogenannte Dummys) zum Einsatz. „Das ist körperlich tatsächlich eine sehr anstrengende Angelegenheit“, betont Burmeister. Aber gewichtsmäßig eben durchaus realitätsnah — und darum gehe es ja bei einer Übung.

Als wäre das nicht genug, sah das Szenario auch noch einen Atemschutznotfall vor: Ein Feuerwehrmann sollte während des Einsatzes selbst in eine Notlage geraten. Die Kräfte mussten also nicht nur Menschen retten und Brände bekämpfen, sondern auch auf die eigene Sicherheit und die der Kameraden achten.
„Natürlich ist ein solches Szenario erst einmal sehr unwahrscheinlich“, räumt Burmeister ein. Gerade bei der Jahresabschlussübung gehe es jedoch darum, möglichst viele unterschiedliche Gefahrenlagen durchzuspielen. Im Fachjargon spreche man dabei von „Übungskünstlichkeit“.









