Zahngesundheit aktiv fördern
5.955 Kita-Kinder, die erklärt bekamen, wie Zähne richtig geputzt werden, 1.683 Kinder, die mit Zustimmung ihrer Eltern das Angebot annahmen, ihre bleibenden Backenzähne im Zahnmobil – der Zahnarztpraxis des Ennepe-Ruhr-Kreises auf vier Rädern – mit einem Fluoridlack schützen zu lassen und 11.833 Kinder und Jugendliche, deren Zähne in den Schulen des Ennepe-Ruhr-Kreises untersucht wurden – dies sind drei Zahlen aus der 2025er Bilanz des Sachgebietes der +Kinder- und Jugendzahngesundheit der Kreisverwaltung.
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> „Wie immer in den letzten Jahren“, so Sachgebietsleiterin Dr. Ann-Kristin Rauer, „haben wir in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Zahngesundheit aber erneut auch thematische Schwerpunkte gesetzt. So beispielsweise am Tag der Zahngesundheit, an dem wir in Kitas und Grundschulen ´Speichel´ in den Mittelpunkt unserer Präventionsarbeit gerückt haben.“
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> Ziel war es, Kindern altersgerecht die Bedeutung des oft unterschätzten Multitalents Speichel für Mund- und Zahngesundheit zu vermitteln. Um dies zu erreichen, lieferte der Arbeitskreis Zahngesundheit den Einrichtungen spezielle Materialien.
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> Für die Kitas wurden eine Bastelanleitung unter dem Titel „Warum spuckt das Lama?“ sowie ein Ernährungsexperiment zur eigenständigen Durchführung bereitgestellt. In den Grundschulen kam ein Unterrichtskonzept zum Einsatz, das eine Vorlesegeschichte, Spiel- und Bastelangebote sowie Malbögen umfasste.
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> „Speichel hat leider ein Imageproblem, da ihn viele als abstoßend empfinden. Er hat jedoch sehr wichtige Eigenschaften und ist ein echtes Multitalent. Ohne ihn oder bei zu wenig Speichel trocknet der Mund aus, Schlucken und Sprechen fallen schwer, Nahrung schmeckt nicht mehr richtig und die Zähne werden anfälliger für Karies“, erläutert Rauer.
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> Die Superkraft Spucke funktioniere solange gut, wie schädliche Einflüsse nicht überhandnähmen. Deshalb empfehlen die Prophylaxefachkräfte des Gesundheitsdienstes bei ihren Schulbesuchen konsequent das tägliche Zähneputzen, einen zuckerfreien, kauaktiven Pausensnack sowie Wasser oder ungesüßten Kräuter- beziehungsweise Früchtetee als Schulgetränk.
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> Positive Rückmeldungen erreichten das Schwelmer Kreishaus auch zum neuen Prophylaxeprogramm für die Grundschulen sowie zum neu gestarteten Ernährungsprogramm für Kitas.
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> Vom letzteren haben bisher bereits 1.166 Kinder profitiert. Sie haben gemeinsam mit den Prophylaxefachkräften eine Bildergeschichte erarbeitet und saisonales Obst und Gemüse mit allen Sinnen verkostet. Um die Motivation anschließend hoch zu halten, kann auf einem Obst- und Gemüsezähler täglich die Menge des verzehrten Obstes und Gemüses ausgemalt werden. Darüber hinaus wird den Kindern ein gesundes Rezept mit nach Hause gegeben.
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> „Es kommt gut an, wie wir die Kinder spielerisch an eine gesunde Ernährung heranführen, wie wir versuchen, ein Übergewicht von zuckerhaltiger Ernährung gegenüber einer kauintensiven Nahrung zu verhindern und so Karies an Milch- und bleibenden Zähnen vorzubeugen“, berichtet Rauer.
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> Kontaktdaten:
> Ennepe-Ruhr-Kreis, Pressestelle, Ingo Niemann (V.i.S.d.P.), Franziska Horsch, Lisa Radtke, Kira Scheven, Hauptstr. 92, 58332 Schwelm
> Telefon: 02336/93 2062, 02336/93 2064, 02336/93 2063, 02336/93 2066
> Mail: pressestelle@en-kreis.de
> Internet: www.en-kreis.de, App: Ennepe-Ruhr-Kreis
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