Breckerfeld Weihnachtsbeleuchtung 2019 006.1
previous arrow
next arrow

Landschaftspläne werden neu aufgestellt, Land fördert Vorhaben

297.500 Euro – diese Investition ist notwendig, um den Landschaftsplan für den nördlichen Teil des Ennepe-Ruhr-Kreises neu aufzustellen. Erfreulich für die Kreisverwaltung: 238.000 Euro hiervon übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen. Den entsprechenden Förderbescheid erhielt Landrat Jan-Christoph Schaberick kürzlich von Regierungspräsident Heinrich Böckelühr.
 
„Der Landschaftsplan Nord schafft eine verbindliche, transparente und rechtssichere Grundlage für Naturschutz und Landschaftspflege. Er ist ein wichtiges Instrument, um Natur und Landschaft zu bewahren, weiterzuentwickeln und – wo notwendig – wiederherzustellen. Den Plan fachlich fundiert zu aktualisieren, ist zukunftsweisend für unseren Kreis. Mit dem Geld des Landes können wir unserer gesetzlichen Verpflichtung nachkommen und die damit verbundene finanzielle Belastung erfreulicherweise um 80 Prozent minimieren“, machte Landrat Jan-Christoph Schaberick deutlich.
 
Der Ennepe-Ruhr-Kreis gehört in Nordrhein-Westfalen zu den flächenkleinsten Kreisen. Damit treffen unterschiedliche Nutzungsansprüche auf engem Raum aufeinander. Zum einen gibt es Siedlungs- und Verkehrsflächen sowie landwirtschaftlich genutzte Bereiche. Zum anderen bestimmen Wälder, Grünland und naturnahe Strukturen das Bild. Letztere übernehmen für Biodiversität, Klimaschutz und Klimaanpassung, Wasser- und Bodenschutz sowie für die Naherholung der Bevölkerung zentrale Funktionen.
 
„Diese Kombination“, so Regierungspräsident Heinrich Böckelühr, „macht die Landschaftsplanung im und für das Land Nordrhein-Westfalen besonders bedeutend. Die Herausforderung lautet, die unterschiedlichen Nutzungsinteressen auf engem Raum ausgewogen zu steuern und naturschutzrechtlich wertvolle Freiräume langfristig zu sichern und zu entwickeln. Bestehende Fachplanungen werden im Landschaftsplan örtlich umgesetzt. Hierzu gehört auch das Biotopverbundkonzept des LANUK NRW, die Biodiversitätsstrategie des Landes NRW und die EU-Wiederherstellungsverordnung. Die Landesmittel sind hier folglich gut angelegt.“
 
Offen, beteiligungsorientiert, auf Dialog und Mitwirkung setzend – die Kreisverwaltung nennt schon vor dem Startschuss für die Neuaufstellung in Hattingen, Herdecke, Sprockhövel, Wetter (Ruhr) und Witten die Kriterien, die im Verfahren einen sehr hohen Stellenwert haben werden.
 
Die fachlichen Anforderungen des Naturschutzes sollen mit den berechtigten Interessen der Städte, Eigentümer und Nutzungsgruppen in Einklang gebracht werden, Verbände, Wirtschaft sowie Tourismus und Erholung sollen eingebunden werden.  
 
„Unser Vorhaben kann nur dann funktionieren, wenn wir alle Betroffenen einbeziehen und mitnehmen. Daher werden wir Hinweise, Anregungen und Bedenken bereits frühzeitig aufnehmen, fachlich prüfen und, wann immer möglich, in die Planung integrieren. Auf diese Weise wollen wir es schaffen, denkbare Konflikte bereits im Vorfeld konstruktiv zu lösen“, skizziert der Landrat den Plan.
 
Stichwort Landschaftspläne im Ennepe-Ruhr-Kreis
 
Grundlage für das Neuaufstellen ist ein Beschluss des Kreistages aus dem Spätsommer 2024. Gestartet wird jetzt mit den Verfahren für den nördlichen Ennepe-Ruhr-Kreis. Der Südkreis mit den Städten Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg und Schwelm soll 2030 folgen. Auch hier plant die Kreisverwaltung einen Förderantrag zu stellen. Am Ende beider Verfahren sollen dann zwei die bisher vorhandenen vier Landschaftspläne ersetzen.

> Kontaktdaten:
> Ennepe-Ruhr-Kreis, Pressestelle, Ingo Niemann (V.i.S.d.P.), Franziska Horsch, Lisa Radtke, Kira Scheven, Hauptstr. 92, 58332 Schwelm
> Telefon: 02336/93 2062, 02336/93 2064, 02336/93 2063, 02336/93 2066
> Mail: pressestelle@en-kreis.de
> Internet: www.en-kreis.de, App: Ennepe-Ruhr-Kreis
>