neuer Slide - copy
previous arrow
next arrow

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege: Unternehmen und Behörden können sich jetzt für Hochschulprojekt bewerben

Eine Informationsplattform für Beschäftigte, ein Workshop zur Selbstfürsorge, ein Flyer mit allen wichtigen Informationen rund um das Thema Pflege oder eine Befragung der Belegschaft zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege – gute Ideen gibt es in vielen Unternehmen und Behörden. Häufig fehlen jedoch Zeit oder personelle Ressourcen, um sie umzusetzen.
 
Genau hier setzt die Kooperation des Ennepe-Ruhr-Kreises mit der Hochschule Bochum (Gesundheitscampus) an. Auch im kommenden Wintersemester haben vier bis sechs Unternehmen oder Behörden aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis die Möglichkeit, sich bei der Entwicklung und Umsetzung eines Projekts von Studierenden der Gesundheitsberufe unterstützen zu lassen.
 
Seit 2019 wurden im Rahmen der Zusammenarbeit bereits rund 33 Praxisprojekte erfolgreich realisiert. Dabei entwickeln die teilnehmenden Unternehmen oder Behörden ihre Projektidee selbst. Studierende des Studiengangs „Gesundheit und Diversity in der Arbeit“ setzen diese anschließend im Rahmen einer verbindlichen Semesteraufgabe innerhalb von drei bis vier Monaten um – begleitet von einer festen Ansprechperson im Betrieb sowie von Christa Beermann, Demografiebeauftragte des Ennepe-Ruhr-Kreises und Managerin der Initiative zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege EN
 
Die Ergebnisse zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten sind. So entstanden unter anderem eine digitale Informationsplattform für Beschäftigte der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen, ein betrieblicher Flyer zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege für die AHE in Wetter sowie Informationsveranstaltungen und Selbstfürsorge-Workshops für Beschäftigte der AVU. Auch Unternehmen wie GLORIA Haus- und Gartengeräte nutzten die Kooperation, um den Unterstützungsbedarf ihrer Mitarbeitenden zu ermitteln und daraus konkrete Angebote wie die Einführung einer Pflegelotsin abzuleiten.
 
„Dieser Studiengang lebt von der Kooperation mit der Praxis. Die Studierenden sollen in die wirkliche Berufswelt eintauchen und nicht nur im Hörsaal lernen. Und sie lernen extrem viel, wenn sie selber Projekte machen“, betont Professorin Tanja Segmüller von der Hochschule Bochum.
 
Auch die teilnehmenden Unternehmen profitieren vom Blick von außen und vom aktuellen Fachwissen der Studierenden. „Die Studierenden bringen theoretisches Vorwissen und Recherchekompetenz mit. Gleichzeitig erhalten sie von uns Einblicke in die betriebliche Praxis“, lobt Anke Baumann, Personalreferentin und Pflegelotsin der AVU, die bereits mehrfach mit Studierendenteams zusammengearbeitet hat, den Mehrwert des Austausches für beide Seiten.
 
Neben den konkreten Projektergebnissen entstehen häufig langfristige Kontakte: Einige Studierende absolvieren später ihr Praxissemester in den beteiligten Unternehmen, greifen Themen in ihren Abschlussarbeiten auf oder finden auf diesem Weg den Einstieg ins Berufsleben.
 
Unternehmen und Behörden, die eine Idee zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Pflege umsetzen möchten, können sich bis zum 5. Oktober für eine Teilnahme bewerben. Die Zahl der Plätze ist auf vier bis sechs Projekte begrenzt.
 
Interessierte erhalten eine unverbindliche Beratung bei Christa Beermann, Demografiebeauftragte des Ennepe-Ruhr-Kreises und Koordinatorin des Netzwerks W(iedereinstieg) EN (Tel.: 02336/932223, E-Mail: C.Beermann@en-kreis.de).
 
Weitere Informationen gibt es unter www.arbeiten-pflegen-leben.de.
 
Pressekontakt: Kira Scheven

Kontaktdaten:> Ennepe-Ruhr-Kreis, Pressestelle, Ingo Niemann (V.i.S.d.P.), Franziska Horsch, Kira Scheven, Hauptstr. 92, 58332 Schwelm
> Telefon: 02336/93 2062, 02336/93 2064, 02336/93 2066
> Mail: pressestelle@en-kreis.de
> Internet: www.en-kreis.de, App: Ennepe-Ruhr-Kreis
> WhatsApp Kanal https://whatsapp.com/channel/0029Vb5DyC9KrWQpgM7tFB3G